WORKING-HOLIDAY-VISUM

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Stand: 13.01.2017

Das "Working Holiday"-Visa Programm basiert auf der "Gemeinsamen Erklärung der Taipeh-Vertretung in Berlin und des Deutschen Instituts Taipei über ein Jugendferienarbeitsaufenthaltsprogramm"- vom 11. Oktober 2010. Es soll jungen Taiwanern die Möglichkeit geben, das kulturelle und tägliche Leben in der Bundesrepublik Deutschland kennen zu lernen. Um den Lebensunterhalt während des Aufenthalts zu finanzieren, besteht die Möglichkeit, während des Aufenthaltszeitraums von maximal einem Jahr jeweils bis zu drei Monate bei verschiedenen Arbeitgebern in Deutschland zu arbeiten und/oder bis zu 6 Monaten an Aus- und Fortbildungskursen teilzunehmen. Das Visum kann ausschließlich am Deutschen Institut Taipei, maximal 3 Monate vor geplantem Reiseantritt, beantragt werden.

Bei der Arbeitsaufnahme muss es sich um eine geringfügige Beschäftigung (Teilzeit, bis maximal 450 Euro/Monat) handeln. Auch für geringfügig Beschäftigte gilt der gesetzliche Mindeststundenlohn von 8,84 Euro.

Eine Vollzeit Erwerbstätigkeit ist NICHT erlaub. Es ist ebenfalls keine Tätigkeit erlaubt, für die eine besondere Qualifikation verlangt wird (Pflege, Au-Pair). Man darf von einem Arbeitsgeber in dem Jahr maximal 3 Monate beschäftigt werden. Eine selbständige Beschäftigung (z.B. privater Sprachunterricht) ist hingegen erlaubt.

Der Aufenthalt ist auf 12 Monate befristet und kann nicht verlängert werden. Der Aufenthaltszweck kann nicht in einen anderen Aufenthaltszweck geändert werden.

Auch wenn die Anforderungen an ein Working Holiday Visum gering sind, sollte der Bewerber plausibel darlegen können, wie sich der Deutschland-Aufenthalt in seine berufliche oder akademische Karriere einfügt.

Formulare zum Download:

Wie lange kann ich mit dem "Working Holiday"-Visum arbeiten?

Sie können in Deutschland einer beruflichen Fortbildung oder einer kurzen Beschäftigung oder einer selbständigen Tätigkeit (z.B. Nachhilfe) zur Aufbesserung Ihrer Finanzen nachgehen, jedoch nicht länger als drei Monate für denselben Arbeitgeber arbeiten und nur einen oder mehrere Aus- und Fortbildungskurse von insgesamt bis zu sechsmonatiger Dauer besuchen.

Bei der Beruflichen Fortbildung handelt es sich um (bezalte oder unbezahlte) Praktika.

Eine Beschäftigung darf lediglich geringfügig erfolgen.

Eine geringfügig entlohnte Beschäftigung liegt nach §8 Abs. 1 Nr. 1 SGB IV vor, wenn das Arbeitsentgelt (ab 01.01.2013) regelmäßig im Monat 450 € nicht überschreitet. Die wöchentliche Arbeitszeit ist dabei unerheblich.

Eine Vollzeit-Beschäftigung ist nicht erlaubt. Auch für geringfügig Beschäftigte gilt der geseztliche Mindesstundenlohn von 8,84 €.

Für die Jobsuche können Sie sich an die "Agentur für Arbeit" wenden, die über BÜros in allen größeren Städten in Deutschland verfügt. Die "Agentur für Arbeit" kann jedoch nur behilflich sein, wenn Sie einen Job über mehrere Wochen ausüben möchten. Ansonsten sollten Sie sich direkt an mögliche Arbeitgeben wenden.

Häufig gestellte Fragen zum Working Holiday Visum (Stand Januar 2017)

Häufig gestellte Fragen zum Working Holiday Visum finden Sie hier.

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