Durchbruch für die internationale Chemikaliensicherheit

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Benannt nach der japanischen Stadt Minamata, wo das weltweit schlimmste Quecksilberunglück stattfand, versucht die Konvention umwelt- und gesundheitsschädliche Emissionen des natürlich vorkommenden Schwermetalls zu reduzieren. Das Übereinkommen verbietet ab 2020 Produktion und Verkauf von quecksilberhaltigen Produkten wie Kosmetika, Thermometer, Batterien oder Leuchtmittel. Zudem wird die Anwendung in der Industrie eingeschränkt und die Entsorgung von Quecksilberabfällen stärker reguliert. Ein Überwachungsausschuss wird gewährleisten, dass die Beschlüsse der Konvention umgesetzt werden. Die Entschädigung von Opfern und die Sanierung von quecksilberverseuchten Gebieten werden in dem Übereinkommen nicht behandelt.

Derzeit wichtigste Ursache von Quecksilber-Emissionen ist der in einigen Entwicklungsländern verbreitete kleingewerbliche Goldbergbau. Dabei wird goldhaltiges Erz mit Quecksilber behandelt, um das Edelmetall vom Stein zu lösen. Gefährliche Quecksilber-Emissionen entstehen auch durch Kohleverbrennung und durch die unsachgemäße Entsorgung von quecksilberhaltigen Produkten. Zu den Folgen einer Quecksilbervergiftung, Minamata-Krankheit genannt, können Lähmungen, Missbildungen, Organ- und Nervenschäden sowie Schädigung des Immunsystems gehören.

Das Inkrafttreten des Übereinkommens erfolgt nach der Ratifizierung durch mindestens 50 Vertragsstaaten - ein Prozess, der laut Umweltprogramm der Vereinten Nationen drei bis fünf Jahre dauern kann.

Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Website der Konvention: http://www.mercuryconvention.org/