Sonnenkraft auf dem Wasser: Pingtung setzt Maßstäbe

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Die Regierung der neu gewählten Präsidentin Tsai Ing-wen wird sich zunehmend mit den Herausforderungen der Energiewende und Energiesicherheit auseinandersetzen, insbesondere angesichts veralteter Atomkraftwerke und Problemen wie der Atommüllentsorgung. Die voraussichtliche Abschaltung der drei Atomkraftwerke Chinshan, Kuosheng und Maanshan ab 2018 verstärkt die Frage nach möglichen Alternativen.

Bereits 2015 warnte das staatliche Energieversorgungsunternehmen Taiwan Power Company, dass Taiwan zunehmend mit Stromknappheit konfrontiert werden könnte, sollten die Reservekapazitäten weniger als 10% der Nachfrage zu Spitzenzeiten betragen.

Einen kleinen Beitrag zur Energiesicherheit und zum Umweltschutz sollen nun unter anderem sogenannte schwimmende Solaranlagen leisten.

Im Landkreis Pingtung ist die erste schwimmende Solaranlage Taiwans von Präsidentin Tsai Ing-wen eingeweiht worden. Tsai Ing-wen betonte die Wichtigkeit grüner Energien für das Land und lobte das Projekt der lokalen Regierung als beispielhaft. Die Solaranlage befindet sich im Sumpfgebiet Guangcai und produziert täglich 273 kWh. Dies entspricht dem Bedarf von mindestens 30 Haushalten. Durch die Solaranlagen werden das Algenwachstum und die Verdunstung um ca. 15 Prozent verringert, während der kühlende Effekt des Wassers gleichzeitig die Temperatur der Anlagen konstant hält. Die Anlage ist also in zweifacher Hinsicht umweltfreundlich: Neben der Erzeugung erneuerbarer Energie wird außerdem Wasser eingespart und ein übermäßiges Algenwachstum unterbunden.

Quellen:
Taipei Times Landregierung Pingtung