DAAD-Alumnitreffen 2011: “Erneuerbare Energien - die deutsche Energiewende als ein Modell für Taiwan”

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Das Thema “Erneuerbare Energien und die deutsche Energiewende als Modell für Taiwan” stand beim DAAD-Alumnitreffen am 11. November 2011 im Vordergrund. Unter großem persönlichen Einsatz gelang es dem Verband “Freunde des DAAD in Taiwan” eine erfolgreiche und in weiten Kreisen mit Interesse wahrgenommene Veranstaltung durchzuführen, bei der die Alumni-Mitglieder mit hochrangigen Vertretern aus Regierung, Industrie, Wissenschaft und Forschung im Grand Hotel in Taipei zusammentrafen.

Den Grußworten folgten mehrere Hauptvorträge zu Themen rund um erneuerbare Energien und die Vorbildfunktion der deutschen Energiewende. Darunter ein Vortrag zum Klimawandel von Prof. Hao Wei-min (US-Department of Agriculture), der als Ko-Autor der IPCC Global Change Synthesis 2007 den Friedensnobelpreis erhalten hat und einst auch am Max-Planck-Institut in Mainz forschte.

Aus Deutschland reisten Prof. Eicke R. Weber, Leiter desFraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg, sowie Prof. Wolfgang Eberhardt, Direktor des Forschungsverbundes für Erneuerbare Energien in Berlin, an. Beide machten deutlich, dass auch in hochindustrialisierten Ländern wie Deutschland der Umstieg auf erneuerbare Energien möglich ist:

“Solarenergie hat die kühnsten Erwartungen übertroffen”, verkündete Prof. Weber und berief sich dabei vor allem auf die Entwicklung der Photovoltaikindustrie im letzten Jahrzehnt und den heute 50 Milliarden US-Dollar schweren Markt. Gleichzeitig müsse die Rate der weltweiten Neuinstallationen aber noch deutlich gesteigert werden, um das ambitionierte Ziel zu erreichen, bis 2050 10% des Weltenergiebedarfs durch Solarenergie zu decken. Bei der gegenwärtigen niedrigen jährlichen Zuwachsrate (2010: +17GW) würde es über 600 Jahre dauern, um die dafür notwendigen 12.000GW Leistung zu installieren.

Weitere Vorträge thematisierten die Machbarkeit der Umstellung der taiwanischen Energieversorgung bis 2030 auf erneuerbare Energien sowie das japanische Windenergieprogramm nach dem Reaktorunglück in Fukushima.

Darüber hinaus wurde am Rande des Symposiums über weiterführende Kooperationen gesprochen. So regte z.B. Frau Dr. Ursula Toyka von der DAAD-Zentrale in Bonn an, verstärkt die bestehenden Fördermöglichkeiten im Rahmen des Wissenschaftleraustauschs zu nutzen. Bereits in Planung befindlich ist ein "Humboldt-DAAD-Symposium zu Erneuerbaren Energien" , das im Herbst 2012 deutsche Energieexperten mit Berufskollegen aus Korea, Japan und der VR China zusammenführen soll.

Weiterführende Links:

Link zur Energiewende in Deutschland

Link Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme

Link Helmholtz-Zentrum Berlin

Link Forschungsverbund für Erneuerbare Energien

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