Ständig unter Strom

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Die südkoreanische Großstadt Gumi hat auf einer 24 Kilometer langen Buslinie ein Induktionssystem installiert. Die Nahverkehrsbusse mit Elektromotor und Akku fahren auf einer Teststrecke, die für rund 3,3 Millionen Euro zu diesem Zweck umgebaut wurde. Abschnittsweise wurden in den Bodenbelag Kabel eingebettet. Passiert ein Bus einen dieser Abschnitte, werden die Akkus berührungslos mit elektrischer Energie aufgeladen. Nach Angaben der Entwickler vom Korea Advanced Institute of Science and Technology (KAIST) ist es für den verlässlichen Betrieb der Busse bereits ausreichend, wenn zwischen 5% und 15% der Strecke mit Kabeln ausgestattet sind.

Theoretisch kann das Konzept auch für Elektro-Pkw umgesetzt werden. Aufgrund der regelmäßigen Stromversorgung aus dem Boden benötigen die Fahrzeuge nur sehr kleine Akkus. Dies spart Gewicht und senkt den Preis. Zudem entfällt bei einer Strecke mit Induktionssystem das zeitaufwendige Laden per Kabel an speziellen Stationen. Für den Individualverkehr kämen diese Vorteile jedoch nur bei einer flächendeckenden Installation von Induktionsanlagen zur Geltung.

Die Stadtverwaltung von Gumi möchte das Konzept im öffentlichen Nahverkehr bis 2015 mit zehn weiteren Bussen testen.

Quelle: KAIST