"Ökozid" als Verbrechen gegen den Frieden?

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In Den Haag werden bislang Fälle von Kriegsverbrechen und Genozid verhandelt. Nun will ein Zusammenschluss internationaler NGOs (u.a. Greenpeace) erreichen, dass auch der "Ökozid", also die vom Menschen verursachte Umweltkatastrophe, in Den Haag als "Verbrechen gegen den Frieden" Grundlage einer Anklage sein kann. Die NGOs argumentieren, dass die Umweltkatastrophen die Menschenrechte der Betroffenen bedrohten. Auch reichten die Vorfälle oft über Landesgrenzen hinaus, was eine internationale Verfolgung notwendig machen würde. Ob die Initiative erfolgreich sein wird, ist jedoch ungewiss; schon bei der Gründung des Strafgerichtshofs wurde auf die Berücksichtigung des "Ökozids" bewusst verzichtet.