Carsharing immer beliebter

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In den letzen drei Jahren hat sowohl die Anzahl der Carsharing-Anbieter als auch das Verbreitungsgebiet in den Städten zugenommen. Nutzer betrachten Mobilität zunehmend unter rein pragmatischen Gesichtspunkten. Gerade unter jungen Stadtbewohnern findet diese Sichtweise immer mehr Anhänger. Der Wunsch nach einem eigenen Auto nimmt ab. 

Der nächste Trend im Bereich Carsharing ist die Nutzung von Elektrofahrzeugen. Da sich die Carsharing-Systeme bisher ausschließlich auf Städte konzentriert haben, stellt der Hauptnachteil der Elektrofahrzeuge (geringe Reichweite) hier kein Problem dar. Die Studie „Wirkungen von E-Carsharing-Systemen auf Mobilität und Umwelt in urbanen Räumen-WiMobil“ untersucht mit Unterstützung des Bundesumweltministeriums die Folgen dieser Entwicklung. Es soll zum Beispiel geklärt werden, wie E-Carsharing-Systeme Mobilitätsverhalten verändern, ob dadurch evtl. eine Hebelwirkung für Elektrofahrzeuge im Allgemeinen entsteht und wie der Motorisierungsgrad der Bevölkerung beeinflusst wird. Für staugeplagte Großstädte ist wichtig, ob öffentlicher Parkraum durch Carsharing und damit der Flächenbedarf in Innenstädten reduziert werden kann. Auch die Gesamtumweltbilanz von E-Carsharing-Systemen soll untersucht werden. Der Aufbau der infrastrukturellen Voraussetzungen (Lade-Stationen) stellt eine weitere Herausforderung dar.

Carsharing-Systeme sollen konkurrenzfähiger werden und als integralen Bestandteil zukünftiger Mobilitätskonzepte besonders in Metropolen etabliert werden.

Quelle:

Zeitschrift "Umwelt" 12/2012

http://www.carsharing.de/