EU-Energie-Effizienz Richtlinie verabschiedet

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Wenn alle derzeit verfügbaren Energieeinsparpotenziale genutzt würden, könnten im Durchschnitt in der Bundesrepublik etwa 20 Milliarden Euro jährlich an Energiekosten eingespart werden. Der Wunsch, den Energieverbrauch deutlich zu reduzieren, wurde bereits 2007 von den europäischen Staats- und Regierungschefs geäußert. Einen wichtigen Beitrag dazu stellen Energieeffizienzmaßnahmen dar. Die entsprechende EU-Richtlinie wurde nun am 4. Oktober 2012 vom Europäischen Rat verabschiedet. Das EU-Parlament hatte bereits am 11. September 2012 zugestimmt.

Die oben genannte Richtlinie beinhaltet mehrere Teilbereiche. Erstens sollen Gebäude energieeffizient saniert werden, zum Beispiel durch Einbau moderner Heizungen. Zweitens müssen bei öffentlichen Beschaffungsprojekten höchste Energieeffizienzkriterien zugrunde gelegt werden. Drittens müssen Unternehmen alle vier Jahre ein Energieaudit durchführen. Viertens soll auch die Energieerzeugung effizienter gestaltet werden, zum Beispiel durch Nutzung von Kraft-Wärme-Kopplung, Verbesserung der Strom- und Gasnetze oder durch Bereitstellung von richtigen Anreizen in Übertragungs- und Verteilungstarifen. Wichtigster Punkt bleibt jedoch die Energieeffizienz bei Endverbrauchern. Hier sollen jährlich 1,5% des durchschnittlichen Energieabsatzes der letzten drei Jahre eingespart werden. Dies soll durch Energieeffizienzverpflichtungssysteme, Förderprogramme und geeignete Anreizsysteme erreicht werden.

Mitte 2014 soll geprüft werden, ob diese Maßnahmen zu einem Erfolg geführt haben und ob gegebenenfalls Nachbesserungen diskutiert werden müssen.

Quelle:

Umweltmagazin 11/2012

http://ec.europa.eu/energy/efficiency/eed/eed_de.htm