Nachhaltigkeit kommt bei deutschen Maschinen- und Anlagenbauern an

Bild vergrößern

Eine Studie von PricewaterhouseCoopers (PwC) hat ergeben, dass Nachhaltigkeit ein wichtiges Unternehmensziel für deutsche Maschinen- und Anlagenbauer geworden ist. In vielen Unternehmen ist Nachhaltigkeit ein fester Bestandteil der Unternehmenspolitik geworden. 54 % aller befragten Unternehmer geben an, dass ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit zur Unternehmenstradition gehört. Während 16 % eine strategische Ausrichtung zu Nachhaltigkeit planen, ist für 13 % der 100 befragten Unternehmen Nachhaltigkeit kein Thema.

Schwerpunkte bei den Unternehmen liegen bei Arbeitssicherheit, Mitarbeiterbindung sowie Umweltschutz. Nachhaltigkeitsmaßnahmen zielen jedoch häufig darauf ab, Einsparpotenziale auszunutzen. Wichtigstes Nachhaltigkeitsziel ist für 42 % die Reduktion des Energieverbrauchs und optimierter Ressourceneinsatz. Umweltschutz bzw. Themen ohne Kostenaspekt sind nachrangig. Gerade hier liegt für Unternehmen eine Marktchance. Der Blickwinkel der meisten Unternehmen ist nicht weit genug. Nachhaltig ausgerichtete Lieferketten können ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein. Durch faire Löhne, gute soziale Arbeitsbedingungen, effizienter Umgang mit Ressourcen und intelligentes Recycling lassen sich ökologische und ökonomische Aspekte miteinander verbinden.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) schätzt derweil eine Verdoppelung des globalen Umsatzvolumens für Umwelttechnik bis 2025 auf rund 4,4 Billionen Euro. Für deutsche Umwelttechnik-Anbieter, die derzeitig einen weltweiten Marktanteil von 15 % halten, sind die Chancen aussichtsreich. In vielen Bereichen sind sie Technologieführer. Immer mehr Schwellen- und Entwicklungsländer erkennen die Notwendigkeit von nachhaltigen Technologien, insbesondere im Bereich einer nachhaltigen Wasserwirtschaft sowie eines modernen Abfallmanagements.