Bundesregierung treibt Effizienzziele voran: Energie-Einsparverordnung 2014 tritt in Kraft

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Mit Erlass der neuen Energie-Einsparverordnung zum 1.5.2014 hat die Bundesregierung weitere Schritte zur Senkung des Energiebedarfes ergriffen. Für Neubauten gelten strengere energetische Anforderungen: Der Strom-, Heiz- und Wasserbedarf soll um 25 % sinken, während die Dämmwirkung der Gebäudehülle um 20 % steigen soll. Dies gilt für Neubauten ab 2016. Dadurch will die Bundesregierung den Energieverbrauch in Deutschland bis 2020 um ein Fünftel senken.

Bereits ab 2015 müssen alte Heizkessel ausgetauscht werden. 30 Jahre alte Gas- und Ölheizkessel, die ihre Temperatur nicht der Heizleistung anpassen, sind hiervon betroffen.

Außerdem tritt mit der Verordnung eine Vorlagepflicht für Energieausweise in Kraft. Bereits bei Immobilienanzeigen müssen Angaben zur Art des Energieträgers der Heizung, bspw. Öl oder Gas, gemacht werden. Spätestens bei Besichtigungen von Immobilien muss den potenziellen Mietern oder Käufern unaufgefordert ein Energieausweis vorgelegt werden. Bei Unterlassung drohen bis zu 15.000 € Bußgeld. Energieausweise werden stichprobenweise von den Bundesländern kontrolliert.

Neuausgestellte Energieausweise müssen eine Effizienzklasse vorweisen. Diese reicht von „A+“ bis „H“, wobei die Klassen A und B Neubaustandards entsprechen. Energieausweise dürfen nur von „baubezogenen“ Berufen, wie Bauingenieuren, Architekten oder Handwerks­meistern aus dem Bauhandwerk ausgestellt werden. Es gibt zwei Arten: Der Energieverbrauchsausweis dokumentiert den Verbrauch der letzten 3 Jahre, während der Energiebedarfsausweis ein detailliertes Energieprofil des Gebäudes enthält.  
Seit 1990 ist der Energiebedarf in Deutschland, trotz steigenden Wirtschaftswachstums, um ein Zehntel gesunken.

Zur nichtamtlichen Lesefassung der Novelle gelangen Sie hier:
http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/BauenUndWohnen/enev-nicht-amtliche-lesefassung-16-10-13-aenderungen.pdf?__blob=publicationFile