Urban Farming in Berlin

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Mitten in der Großstadt Berlin werden Paprika, Salat, Gurken und Barsche gezüchtet. Beim neuen „Urban Farming“ Konzept (deutsch: städtische Landwirtschaft) wird ungenutztes Land in der Stadt in wirtschaftlich erfolgreiche Anbauflächen umgewandelt. Hier wurde die Idee des „Urban Gardening“ weitergedacht, bei dem Stadtbewohner kleine Flächen zu kreativen Naturflächen und Blumenbeeten umwandeln.

Auf dem Gelände einer 1.800 qm großen ehemaligen Malzfabrik im lebhaften Berliner Stadtteil Tempelhof befindet sich seit Frühjahr dieses Jahres Europas größte innerstädtische Farm.  

Der Betreiber möchte dort jährlich 25 Tonnen Barsch und 30 Tonnen Gemüse züchten. Diese Mischung aus beiden Anbauprodukten wird „Aquaponik“ genannt und setzt sich aus den Begriffen Aquakultur für Fischzucht und Hydroponik für Pflanzenbau im Wasser zusammen. Das Projekt verspricht kurze Wege zu den Endverbrauchern und Produktion aus ökologisch-nachhaltigem Anbau.

Eine dynamische Start-up Szene in Deutschland experimentiert bereits seit einiger Zeit mit nachhaltigen und innovativen Konzepten des Urban Farmings. Hierfür ist Berlin mittlerweile ein Top-Standort. Im Stadtteil Kreuzberg z.B. hat das junge israelische Start-up „Infarm“ eine Loftwohnung mit hängenden Gärten ausgestattet. 

Zwar haben die neugegründeten Urban Farming Start-ups bislang weder die Mittel noch die Größe, eine breite Bevölkerung mit gesunden Lebensmitteln aus städtischen Farmen zu versorgen, aber sie machen Schule: Nicht nur in Berlin gibt es neue Urban-Farming-Projekte. Zuletzt sorgte ein Vorschlag eines 13jährigen Jungen in der Freiburger Bevölkerung für Begeisterung. Er möchte im lokalen Fußballstadium eine aquaponischen Farm anlegen. Auf dem Dach des Stadions soll Gemüse angebaut und Fisch gezüchtet werden. Unten werden dann ganz normal die Fußballspiele ausgetragen.

Quellen:

Webseite "Young Germany"
Netzwerk "Z-FARM"