Preisgekrönter „Tomatenfisch“

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Im Rahmen der Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises am 7. Dezember 2012 in Düsseldorf hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Auszeichnung des Forschungspreises „Nachhaltige Entwicklungen“ erstmals vergeben. Das Gewinnerprojekt verbindet Aquakultur und Gemüseanbau in einer ungewöhnlichen Wohngemeinschaft: Fisch und Gemüse gedeihen im selben Gewächshaus, die Nährstoffe aus dem Teichwasser dienen dabei als Dünger. 

Hierzu wird das Wasser aus der Aquakulturanlage, welches wichtige Nährstoffe enthält, mechanisch und biologisch aufgereinigt und bei Bedarf der Pflanzenanlage zugeführt. Wasser und gelöste Nährstoffe werden von den Pflanzen aufgenommen. Das evaporierte Wasser wird mittels Kühlfallen aus der Gartenhausatmosphäre extrahiert und der Aquakulturanlage wieder zugeführt. Dieses Wasser wird erneut verwendet und verringert den täglichen Wasserverbrauch auf unter 3 % Frischwasser. Die benötigte Energie wird mittels Photovoltaikanlage gewonnen. 

Diese Form des „Urban Farming“ macht es möglich, Lebensmittel emissionsarm und wassersparend zu produzieren. Der „Tomatenfisch“ konnte sich so gegen 70 Konkurrenzprojekte durchsetzen.

 

Quellen:

Leibniz Journal, Ausgabe 1/2013,

Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei

 

Siehe auch:

www.tomatenfisch.igb-berlin.de

www.nachhaltigkeitspreis.de