Mit Erdwärme in die Zukunft

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Im Inneren der Erde ist Energie in Form von Wärme gespeichert. Diese Energie kann durch Bohrungen und Installation eines Rohrsystems zugänglich gemacht werden. Durch die Rohre wird eine kalte Flüssigkeit in die Tiefe geleitet, die dann im Erdinneren erwärmt wird. Zurück an der Oberfläche wird der Flüssigkeit die Wärme wieder entzogen und kann zur Beheizung eines Gebäudes oder zur Warmwasserbereitung genutzt werden. Umgekehrt kann das installierte System auch zur Kühlung eines Gebäudes im Sommer verwendet werden: Eine Flüssigkeit wird im Vergleich zur Außenluft kühleren Erdboden abgekühlt und durch die Fußbodenheizung geleitet. Hierdurch wird dem Wohnraum indirekt Wärme entzogen. Diese Form der Klimatisierung ist kostengünstig und bietet im Vergleich zu herkömmlichen Klimaanlagen den Vorteil, dass ohne Feuchtigkeitsentzug und ohne Zugluft eine gleichmäßige Wohnraumtemperatur erreicht wird. Erdwärme kann darüber hinaus auch zur Erzeugung von Strom verwendet werden.

Rechnerisch würden allein die Wärmevorräte, die in den oberen drei Kilometern der Erdkruste gespeichert sind ausreichen, um den aktuellen weltweiten Energiebedarf für über 100.000 Jahre zu decken. Die Wirtschaftlichkeit einer Geothermieanlage hängt von den geografischen Gegebenheiten ab, da je nach Region unterschiedliche Bohrtiefen erforderlich sind. Weiterhin sind ökologische Aspekte, wie etwa die Gefährdung des Grundwassers, zu beachten.

In Deutschland nutzen bereits rund 265.000 private Haushalte Geothermieanlagen als Wärmequelle. Jedes Jahr werden zahlreiche weitere Anlagen installiert. Größere Projekte zur Versorgung ganzer Ortschaften und Stadtteile sind geplant.

Quellen:

http://www.geothermie.de/wissenswelt/geothermie/einstieg-in-die-geothermie.html#c3516

http://www.geothermie-zentrum.de/geothermie.html