Öko-Power für den Hafen, wachsende Umweltanforderungen für Schiffe

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Hamburg, Umwelthauptstadt Europas 2011 hat sich für die Zukunft vorgenommen, führend bei Umweltlösungen für seinen Hafen zu sein. Seit dem 01.01.2010 gilt eine EU-Richtlinie, wonach alle Schiffe in den Häfen der EU mit mehr als zwei Stunden Liegezeit ihre Hilfsdiesel und Kesselanlagen auf Kraftstoffe mit nicht mehr als 0,1 Prozent Schwefelgehalt umstellen müssen. 

Eine viel diskutierte Möglichkeit dieses zu erreichen ist Landstrom: Nach dem Vorbild von US-Häfen wie Los Angeles würden Schiffe mit dem Festland „verkabelt“ und ihren Strom von dort bekommen. Die Verkabelung wird nun zunehmend verpflichtend. 

Dagegen stellt die von der Eckelmann Gruppe hergestellte „E-power barge“ eine deutlich bessere Alternative dar. Die „E-power barge“ ist ein schwimmendes Kraftwerk, das von einem Schlepper längsseits eines Schiffes geschoben wird und das dessen Stromversorgung komplett übernehmen kann.  

Zur Stromerzeugung verfügt die rund 80 Meter lange „E-power barge“ über mehrere Motoren. Die Motoren nutzen als Brennstoff Flüssiggas (LNG). Das bringt deutliche Minderungen beim CO2-Ausstoß und eine fast komplette Reduzierung von Schwefel-,Stickoxid- und Partikelemissionen. Der LNG-Tank soll 300m² fassen, was etwa 100 Betriebsstunden bei Volllast ermöglicht. 

Spätestens zur Kreuzfahrtsaison 2013 soll die „E-power barge“ umweltfreundlicheren Strom in Hamburgs Hafen liefern können. Die Versorgung weiterer deutscher Häfen ist geplant.