Bewusstsein für Nachhaltigkeit wecken

Klimawandel, Biodiversität, Energieeffizienz, Welternährung und Bevölkerungswachstum: Das Wissenschaftsjahr 2012 steht ganz im Zeichen der nachhaltigen Entwicklung. Unter dem Motto „Zukunftsprojekt Erde“ will das Wissenschaftsjahr in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit für die Nachhaltigkeitsforschung wecken und aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen einem größeren Publikum bekannt machen. In den kommenden Monaten sind in ganz Deutschland eine Vielzahl von Veranstaltungen geplant, die zeigen, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Umwelt- und Energieforschung sowie in den Wirtschafts- und Geisteswissenschaften an Lösungen für drängende Probleme auf diesem Gebiet arbeiten.

Logo des Wissenschaftsjahres 2012 Bild vergrößern Wissenschaftsjahr 2012 (© BMBF) 20 Jahre nach dem „Erdgipfel von Rio de Janeiro“ und wenige Monate vor dem Umweltgipfel der internationalen Staatengemeinschaft im Juni 2012, richtet das 13. Wissenschaftsjahr den Blick auf die komplexen Veränderungen des globalen Ökosystems. Drei zentrale Fragen stehen dabei im Mittelpunkt. Sie sollen den Beitrag von Wissenschaft und Forschung zu einer nachhaltigen Entwicklung deutlich machen: Wie wollen wir leben? Wie müssen wir wirtschaften? Und: Wie können wir unsere Umwelt bewahren?

Nach den Worten von Bundesforschungsministerin Annette Schavan sind mehr als 1000 Veranstaltungen im Wissenschaftsjahr geplant. Konkrete Themen – etwa das Wiederverwerten von Handys oder der Einsatz von Nahrungsmitteln für die Energieproduktion – sollen den Bürgern vermitteln, was Nachhaltigkeit mit ihrem Leben zu tun hat. Es gehe darum, zu zeigen, „wie wir heute leben müssen, so dass wir künftigen Generationen nicht die Lebensgrundlagen entziehen“, betont die Bundesforschungsministerin. Wichtige Zielgruppe des Wissenschaftsjahres sind Kinder und Jugendliche, die für das Thema Nachhaltigkeit sensibilisiert werden sollen.

Die Wissenschaftsjahre werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit der Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD) sowie zahlreichen Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur ausgerichtet. Seit dem Jahr 2000 fördern sie den Austausch zwischen Öffentlichkeit und Forschung.

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