Oton: Stephan Bandholz - Stadionmanager
«Wir haben verschiedene Maßnahmen hier im Stadion umgesetzt und in möglichst allen Bereichen die neueste Technologie installiert. Das Größte und Sehenswerteste ist die Photovoltaikanlage auf unserem Stadiondach mit 8500 kw peak und ungefähr einer Jahresgesamtleistung von rund 700.000 KW-Stunden, die dort zustande kommt.
Wir haben eine dezentrale Warmwasserbereitung, wir versuchen über kleine Klimasplitgeräte auch sehr individuell die Anmietung von Logen zu ermöglichen, so dass nicht die große Lüftungsanlage laufen muss, um zwei Logen zu kühlen. Und so gibt es ganz viele kleine Bausteine, die im täglichen Betrieb dazu dienen, möglichst ökonomisch und dadurch natürlich auch ökologisch das Stadion zu bewirtschaften und für den Nutzer so komfortabel wie möglich zu machen.
Da hat ein Umdenken stattgefunden und das hat jeder ins Private mitgenommen. Man merkt das auch als Anspruch an uns, wenn die Fans zu uns ins Stadion kommen und uns fragen: Wieso habt denn Ihr in der Nacht das Licht an? Da bekommen wir E-Mails, die machen uns darauf aufmerksam. Man hat das sehr positiv wahrgenommen, dass wir uns damit beschäftigen und auseinandersetzen und das auch kommunizieren.
Wir haben neben dem ökonomischen Denken auch eine soziale Verantwortung als Verein, der wir uns stellen wollen. Und da geht es nicht darum, immer den Euro umzudrehen und zu schauen, ob es sich am Ende des Tages rechnet, sondern sich der Verantwortung zu stellen und Maßnahmen umzusetzen, die nicht unbedingt eine Amortisationszeit von 5 bis 10 Jahren haben, sondern erst später oder sich vielleicht auch gar nicht rechnen.»